Petersilienwurzelsüppchen

Die Petersilienwurzel gehört seit ein paar Jahren wieder zum Standardrepertoire jeden Bauernmarktes, der etwas auf sich hält. Im Prinzip handelt es sich um die Wurzel des nicht geernteten und ausgewachsenen Petersilienkrauts. Und so schmeckt sie auch intensiv nach Petersilie. Ein eleganter Suppengang für ein schönes Adventsmenü!

Für vier Personen werden benötigt: 500 gr Petersilienwurzel, 100 gr süße Sahne, Salz, Pfeffer, Muskatnuss.
Die Wurzeln schälen, würfeln und mit einer Prise Salz in Wasser garen. Die noch heißen Wurzeln in den Mixer geben, die Sahne dazugeben und pürieren. Mit Salz, Pfeffer und Muskatnuss würzen. Das ergibt eine ziemlich dicke und sämige Suppe. Wer sie noch etwas verdünnen möchte kann noch vom Kochwasser dazugeben, oder statt Sahne etwas mehr Milch untermischen.

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Süß-scharfe Erdnusssoße

Wer eine weitere Anregung möchte, wie man Gemüse eine schmackhafte Begleitung geben kann, dem empfehle ich diese einfach herzustellende Soße. Sie schmeckt besonders gut zu gedünsteten oder im Backofen gegarten Kürbis, Mohrrüben, Lauch, und gebackenen Auberginenscheiben.

1 kleingehackte Schalotte, 1 EL Erdnussöl oder Sonnenblumenkernöl, ¼ TL Cayennepfeffer oder gemahlene Chilies, ½ TL geriebener frischer Ingwer, 1 reife zermatschte Banane, 100 ml Tomatensaft, 50 ml Aprikosensaft, 2 EL Erdnussbutter, Salz

Die Schalotte im Öl glasig dünsten, dann den Cayennepfeffer, Ingwer und die Banane dazugeben. Das ganze ca. 5 Minuten unter Rühren leicht köcheln lassen. Die Säfte dazugeben und weitere 10 Minuten köcheln lassen. Zum Schluß die Erdnussbutter dazugeben, mit Salz abschmecken und auf einem Stövchen warmhalten. Wer möchte, kann auch gehackte geröstete Erdnüsse untermischen. Inzwischen gibt es die ja auch ohne Fett im Ofen geröstet.

Im Kühlschrank lässt sich die Soße ungefähr drei Wochen aufbewahren – wenn davon was übrigbleibt ;-).

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Suppe aus Butterrübchen und Birnen

teltower rübchen auf dem markt

Zuckerrübchen

Warum nicht mal heimisches Obst in einer Suppe verarbeiten? Zur Zeit gibt es noch verschiedene Sorten Birnen aus der Region, deren Süße einen schönen geschmacklichen Kontrast zur Schärfe der Butterrübchen bilden. Eine echte Wintersuppe, wärmend und erfrischend zugleich. Und sehr einfach zuzubereiten.

Guten Appetit!

1 mittlere gehackte Zwiebel, 1 EL Sonnenblumenkernöl oder Butter, 3 mittlere Butterrübchen, geschält und in Würfel geschnitten, 3 große reife Birnen ohne Kerngehäuse und in Würfel geschnitten, 1 Tl getrockneter Thymian ¼ l Gemüsebrühe, Pfeffer zum abschmecken.

Die Zwiebel in Butter oder Öl glasig dünsten. Die gewürfelten Butterrüben und Birnen, sowie den Thymian dazugeben und noch ca. 2-3 Minuten weiterdünsten. Bei geschlossenem Topf noch ca. 20-25 Minuten köcheln, bis die Gemüsestücke weich sind. Das gegarte Gemüse mit dem Pürierstab oder im Mixer pürieren und noch soviel Gemüsebrühe dazugeben, dass die Supe die gewünschte Konsistenz erhält.

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Shrubs – ganz leicht, ganz lecker, ganz einfach

Nach einem langen, heißen Sommer mit viel Durst und Experimenten bei der Shrub-Herstellung habe ich mal zum Ende meiner kleinen Serie über dieses Getränk meine Gedanken zu den Zutaten zusammengefasst:

Früchte
Je reifer die Früchte, desto mehr Aroma enthalten sie. Ich habe auch immer mal wieder eine Frucht versucht, um mir Gedanken darüber zu machen, welchen Essig ich zu ihrem Geschmack verwenden möchte oder die Zuckermenge. Süße Früchte – weniger Zucker. Saure Früchte – mehr Zucker als angegeben. Das Ganze auch nach Gefühl.

Essig
Am besten sind mir die Sirups mit selbst hergestelltem Apfelessig gelungen. Fast alle, die sich mit dem Thema beschäftigen, empfehlen Bioessig. Das ist auf jeden Fall eine gute Wahl. Sie sind oft weicher, als konventionell hergestellte Essige. Trotzdem habe ich es auch mal mit Hengstenberg Apfelessig versucht. Der daraus gewonnene Sirup hat deutlich strenger nach Essig geschmeckt und den Fruchtgeschmack etwas überdeckt, war aber auch trinkbar.
Man kann es auch mal mit einem Balsamico versuchen. Aromatisierte Essige, also zum Beispiel Himbeeressig, können entweder den Geschmack der verwendeten Frucht unterstützen, oder aber auch übertönen. Hier hilft nur eins: Ausprobieren, ausprobieren und nochmal ausprobieren. Ich bin da aber mehr für die klassische Nummer mit Apfelessig oder Weinessig.

Zucker
Auch beim Zucker bestimmt die Qualität das Ergebnis. Die Mengen können variieren. Von braunem Rohrohrzucker benötige ich etwa 5-10% weniger Zucker für die gewünschte Süße. Honig kann ebenso verwendet werden. Wer es mit Stevia versuchen möchte, bedenke bitte, dass Zucker auch die Sirupkonsistenz ausmacht. Hier empfiehlt sich, den Zucker zur anteilig durch Stevia zu ersetzen.

Noch ein Wort zum Zucker, wovon es in vielen Getränken ja nun wirklich zuviel gibt. Ich denke, das ist hier nicht so. Wenn ich 500 ml Essig mit 250 gr Früchten und ebensoviel Zucker aufkoche erhalte ich nachher ungefähr 700 ml Shrub. Das genaue Ergebnis hängt unter anderem noch von dem Saft ab, welchen die Früchte noch abgeben.
Natürlich ist es auch Geschmacksache, wieviel vom Shrub ich gerne in meinem Glas habe. Ich verwende 50 ml Shrub für einen Liter Wasser, und das ist mir zuweilen sogar noch zu süß. Rechnerisch sind in diesen 50 ml also ohne den Fruchtzucker ungefähr 25 gr Zucker. In einem Vierltelliter Getränk also ungefähr 6,5 gr Zucker, umgerechnet ca. 2 Stück Würfelzucker.
Das ist nicht wenig, sicher aber viel weniger als alles, was in den Supermärkten an Fruchtdrinks so angeboten wird.

Filtern
Das Einfachste ist die schnelle Variante. Hier werden einfach Essig und Früchte nach dem Aufkochen durch ein Sieb gestrichen, um Kerne, harte Fruchtbestandteile etc. zu beseitigen.
Bei der ausführlichen Variante habe ich es mit nur durch ein feines Sieb gefilterten Essig versucht. Wie sich das nach dem Öffnen der Flasche auf die Haltbarkeit auswirkt, weiß ich noch nicht, denn der Shrub ist trüb geblieben.
Wer will, macht sich die Mühe, den drei Wochen lang engesetzten Essig so lange zu filtern, bis er klar ist. Das sieht nicht nur schöner aus, es kann sich auch auf die Haltbarkeit positiv auswirken.
Für das Filtern bis zur Klarheit habe ich Teefilterpapier verwendet, oder ausgekochtes feingewobenes Tuch. Letzteres ist mir persönlich lieber, weil ich keine Ahnung habe, wieviel Chemie in Filterpapier steckt.

Früchte mischen
Klar kann man die Früchte mischen, oder den angesetzten Essig, ja selbst die fertigen Sirups.
Früchte beim Ansetzen oder für die schnelle Variante zu mischen, ergibt unter Umständen einen runderen Geschmack. So sind Pfirsiche alleine etwas schwach im Geschmack und gewinnen deutlich, wenn Aprikosen dazugegeben werden. Ähnlich ist es bei Erdbeeren, denen ich immer noch bis zu 50% Johannisbeeren beimische.

Da sind der Fantasie keine Grenzen gesetzt.

Gewürze
Natürlich können auch Gewürze oder Kräuter zugegeben werden, und das in jedem Stadium der Herstellung: beim Ansetzen, beim Kochen, oder nachher beim Servieren.
Beim Ansetzen ist es ratsam, vorsichtig bei der Dosierung zu sein, denn drei Wochen sind eine lange Zeit. Es gibt hier keine Richtwerte oder veröffentlichte Erfahrungen. Das eigene Fingerspitzengefühl ist gefragt und ich wage einen Rat: weniger ist oft mehr.
Ich habe gerade ein 300 ml -Glas Erdbeeren mit getrockneten Rosenblättern angesetzt – mit einem halben TL. Ich bin auf das Ergebnis gespannt.

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Shrub – prickelnd und erfrischend

Diesen Sommer habe ich mit vielen Früchten und verschiedenen Essigsorten experimentiert. Es ist ein bisschen wie beim Kochen, zuerst folge ich einem Rezept ziemlich genau, um das Prinzip zu verstehen, dann versuche ich es mit anderen Zutaten, um zu sehen, wie sich das Ergebnis entwickelt.

Nach meinem kleinen Ausflug in die Geschichte des Shrubs im letzten Post möchte ich euch hier ein paar Tipps zur Herstellung und zu den Zutaten geben. Dabei gilt immer meine oberste Devise: probiert selbst aus, wagt Experimente, folgt eurem eigenen Geschmack und euren Ideen!

Eher zufällig habe ich entdeckt, dass es zwei Varianten für den Shrub gibt – die ältere und weiter verbreitete diente ursprünglich dazu, Früchte, eigentlich ihr Aroma, haltbar zu machen. Diese Methode dauert ungefähr 3 Wochen von der Ernte bis zum Sirup.

Die schnellere Variante garantiert höchsten prickelnden Genuss in weniger als einer halben Stunde Arbeitszeit. Damit rettet man jede Gartenparty mit unvorhergesehenen Gästen!

Hier also die zwei Zubereitungsarten:

Die schnelle Variante für sofortigen Gebrauch:

500 gr Früchte
250 ml Essig
250 gr Zucker

Die Früchte mit dem Essig in einen Topf geben und erhitzen. Während diese Mischung aufkocht, nach und nach den Zucker zugeben und unter Rühren auflösen.
Die Mischung soll sieden und leicht sprudeln, aber nicht komplett aufkochen. Nach 1-2 Minuten Sieden den Topf vom Feuer nehmen und etwas abkühlen lassen.
Die Früchte mit dem Essig durch ein Sieb streichen. So gelangt ein guter Teil des Fruchtmarks mit in den Shrub. Diesen Sirup in eine Flasche abfüllen und im Kühlschrank aufbewahren. Das kann sich so mehrere Wochen im Kühlschrank halten.

 

Die ausführliche Variante, die den Shrub haltbar für die Aufbewahrung im Regal macht:

500 gr Früchte
250 gr Essig

Die Früchte in sterilisierte Gläser füllen, und dabei ca 2-3- Zentimeter Luft bis zum Deckelrand lassen. Mit Essig bis kurz unter den Deckelrand auffüllen, die Gläser fest verschließen und für drei Wochen warm und dunkel stellen.
Nach drei Wochen die Früchte absieben, und den Essig filtern, bis er klar ist. Je nach Konsistenz der Früchte können das mehrere Filtervorgänge durch feine Papierfilter oder feine Leinentücher sein.
Den Essig abmessen und mit der Hälfte seiner Menge an Zucker aufkochen. Also: 500 ml Essig erfordern 250 gr Zucker und so weiter.
Den Essig aufkochen und ca 5-8- Minuten köcheln lassen, sodass er etwas eindicken kann. Den fertigen Sirup in sterilisierte Flaschen oder Gläser abfüllen.

Für die Verwendung der Früchte schlägt Kochtrotz vor, schöne Chutneys daraus zu machen. Ich habe die Früchte mit frischen Früchten gemischt und eine schnelle Variante hergestellt.

Und – last but not least: Der Shrub schmeckt schon gleich nach der Herstellung herrlich. Nach nochmals zwei bis drei Wochen Lagerung haben sich aber der Fruchtgeschmack und das Essigaroma so miteinander verwoben, dass der Sirup einen schön abgerundeten Geschmack entwickelt hat.

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