Die Intelligenz der Natur

Ich glaube, das ist kein Zufall:

Eine meiner zwei Balkontomaten ist umgestürzt und kurz über der Erde war der Stengel angeknickt. Mein erster Versuch, diesen Bruch zu stabilisieren, war eher kontraproduktiv. Ich merkte das allerdings erst, als es fast schon zu spät war, denn anfangs nahm die Tomate das Wasser noch fleissig auf.

Nach ein paar Tagen ließ die Tomatenpflanze, die schon ordentlich Früchte trug, die Blätter hängen. Gestern nun dachte ich darüber nach, was ich noch tun könnte, um die degenerierte Bruchstelle zu überbrücken und die Pflanze zu retten. Ob mir das noch gelingen wird, weiß ich nicht. Die Tomatenpflanze jedenfalls ist wohl auf Nummer sicher gegangen:

Obwohl am Stock schon größere Tomaten weiter oben hängen, hat sie über Nacht die kleinste Tomate, die der Wasserversorgung am nächsten war, also ganz unten hing, reifen lassen, wohl um so schnell wie möglich Samen für die Fortpflanzung abzugeben.

tomaten

Die grünen Tomaten lasse ich jetzt ein paar Tage nachreifen, dann mache ich ein Chutney davon. Weiterlesen

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Gazpacho Andaluz – kalte Tomatensuppe

 

30°C plus – kalte Suppen sind gefragt!

An heißen Tagen ist mein Appetit deutlich eingeschränkt, trotzdem möchte ich aber etwas essen. Die Gazpacho ist die ideale Antwort darauf: hauptsächlich Tomaten kalt püriert und angerührt, dazu Zwiebeln, rote Paprika, Salatgurke, Knoblauch, gutes Olivenöl, ergeben eine erfrischende und sättigende Suppe, die unkompliziert zubereitet wird und deshalb auch ziemlich schnell herzustellen ist.

Für 4 Personen benötigt man: 5-6 mittlere sehr reife Tomaten, 1 kleine rote Paprika, 1/3 Salatgurke geschält, 2-4 Knoblauchzehen, 1 kleine Zwiebel, 2-3 Esslöffel Olivenöl, Saft einer halben Zitrone, 1 halbes altbackenes Brötchen oder 3 Esslöffel Semmelbrösel, etwas Chilipulver, 1 Teelöffel mildes Paprikapulver.

Alle Zutaten würfeln, in einen Mixer geben und pürieren. Mit Zitronensaft , Salz, Chilipulver abschmecken. Hier ist Vorsicht geboten: die Suppe mag anfangs schwach gewürzt schmecken, steht sie eine Weile, kommen die Gewürze stärker durch. Vor dem Servieren eisgekühltes Wasser zugeben, bis die gewünschte Konsistenz erreicht ist.

Wer mag kann noch kleingehackte Paprika, gewürfeltes hartgekochtes Ei und Croutons dazu servieren. Damit wird die Suppe vollends zur Hauptmahlzeit.

So einfach wird die Suppe in spanischen Familien schnell zubereitet. Spart euch die Extravaganzen nördlich der Pyrenäen lebender Spitzenköche wie das aufwändige Blanchieren und Schälen der Tomaten, das Entfernen der Tomatenkerne und der Gurkenkerne, oder von krustig gebackenem Jamon Serrano, malerisch über das Suppentässchen drapiert. Diese bodenständige Suppe spricht für sich selbst. Und auch Basilikum muss nicht an alles dran, wo Tomate drin steckt.

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Kalte Gurkensuppe

Zur Zeit gibt es Gurken im Überfluss. In allen Größen lachen sie dich am Marktstand an. Für heiße Tage gibt es ein einfaches und schnell zuzubereitendes Rezept für eine erfrischende kalte Suppe.

Zutaten für 4 Personen

3-4 große Salatgurken
250 ml Yoghurt
172 Bund Dill
Salz und Pfeffer zum Abschmecken.

Zubereitung:

Die Gurken der Länge nach halbieren und die Kerne entfernen. Dann die Gurke in Stücke schneiden und mit dem Pürierstab oder dem Mixer pürieren. Dabei den Yoghurt langsam dazugeben. Wenn diese Mixtur die gewünschte Konsistenz erreicht hat, mit Salz und Pfeffer abschmecken und den gehackten Dill hinzugeben.

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Mal ein Veggietag? – Gedünstete Gurke in Dill mit Kräuteromelette und Salzkartoffeln

War der Veggietag bei seiner Einführung noch ein Aufreger, vor allem bei den Hardcore-Fleischessern, hat er sich mittlerweile in vielen Restaurants und am Familienesstisch ohne großes Tamtam etabliert.

Ein  Gemüse, das hierzulande selten warm zubereitet wird, ist die Salatgurke. Gurke in Dill ist schnell und einfach zubereitet. Als Hauptakteurin auf dem Teller neben einem Kräuteromelette und am besten mehlig kochenden Salzartoffeln ist dieses Gemüse ein Genuß! Wer möchte, peppt sein Omelette noch mit gebratenen Pfifferlingen auf. Alle Zutaten gibt es derzeit superfrisch auf dem Markt.

Auf dem ganzen Weg der Zubereitung gibt es immer ein paar Varianten, die man einfach nach Gusto ausprobieren kann. Man schält die Gurke also ganz, oder in Streifen, oder eben gar nicht. Man halbiert dann die Gurke und entfernt die Kerne. Manche ziehen es vor, die Kerne drin zu lassen, um am Ende mehr Flüssigkeit zu haben. Dann schneidet man die Gurkenhälften oder die ganz gebliebene Gurke in Stücke zwischen 1 und 2 cm.

Während man nacheinander all diese Entscheidungen trifft hat man schon mal eine halbe gewürfelte Zwiebel in wenig Butter angedünstet (oder auch mehr, wenn man das mag). Sobald die Zwiebeln glasig sind, gibt man die Gurke dazu und würzt mit Salz und Pfeffer. Die Gurkenstückchen sollten alle mal in der Butter gewendet worden sein, bevor das Ganze mit Gemüsebrühe abgelöscht wird. Wieviel Gemüsebrühe, das hängt davon ab, wieviel Soße man am Ende haben möchte. Einfach mutig sein, und ausprobieren!

Hat man sich beim Würzen gegen Salz entschieden, kann die Brühe jetzt etwas kräftiger sein. Die Brühe unter sporadischem Rühren etwas einkochen lassen, dabei werden die Gurken auch leicht glasig. Etwa einen Esslöffel gehackten frischen Dill dazugeben, bei getrocknetem Dill nur einen halben Löffel, und noch etwas bei schwacher Hitze ziehen lassen, dann servieren. Die „viel-Butter“-Fraktion kann auch gerne noch einen Schuss Sahne oder saure Sahne zugeben und nochmal kurz an den Siedepunkt bringen.

Versteht sich wohl von selbst, dass die mehligen Kartoffeln dazu da sind, am Ende die Soße aufzutitschen 😉

Guten Appetit!

 

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Löwenzahnsalat mit Kartoffelvinaigrette

Löwenzahn ist ein echter Frühlingsbote für mich. Er sprießt und gedeiht, während die Nächte noch kalt sind und die Sonne schon des Öfteren die Wiesen erwärmt.

Ein kräftiger Salat aus den leicht bitter schmeckenden Pflanzen kann eine ganze Mahlzeit sein, wenn man genug davon macht und die Vinaigrette etwas mit Kartoffeln und eventuell Speckwürfeln aufpeppt.

Am besten schmeckt der Löwenzahn, wenn die Pflanzen noch recht klein sind, einen Durchmesser von 5-10 Zentimenter haben und die Blütenknospen dabei noch nicht geöffnet sind. Auf Märkten wird er so hin und wieder von alten Bäuerinnen angeboten, die diese Delikatesse selbst gerne genießen. Erntet man den Löwenzahn, so sollte man mit einem scharfen Messer die Pflanze am Wurzelansatz abschneiden, sodass die Pflanze ganz bleibt. Sieht auf dem Teller einfach schöner aus und schmeckt auch.

Ein Wort zum bitteren Geschmack des Löwenzahns. Die Bittertstoffe sind nicht nur gesund, ich finde den Geschmack auch sehr gut und eine Bereicherung in der Küche. Leider wird er oft aus den Pflanzen herausgezüchtet, und so findet man in Geschäften und auf Märkten auch den hellgrünen Löwenzahn, der nicht bitter schmeckt, dafür auch viel von seinem Charakter verloren hat.

 

Die Zubereitung des badischen Originals: Den Löwenzahn gründlich waschen, ausschütteln und auf einem Teller anrichten. Für die Vinaigrette pro Person eine kleine Kartoffel in kleine Würfel schneiden und in einem neutralen Öl bei mittlerer Hitze anbraten. Während die Kartoffeln garen, den Salat mit Salz und Pfeffer nach Geschmack würzen.

Sobald die Kartoffeln gar sind noch einen Stich Butter pro Portion hinzugeben, und eventuell Speckwürfel, dann alles bräunen lassen. Den Herd ausschalten, und die Kartoffeln mit einem kräftigen Schuss Essig ablöschen. Den Inhalt der Pfanne heiß über den Löwenzahnsalat gießen – et voilá!

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